Überschuldung begegnet vielen Menschen im beruflichen oder ehrenamtlichen Alltag: in der Familienhilfe, Flüchtlingshilfe, Jugendhilfe, Bildungsarbeit, Sozialarbeit oder im Behördenkontakt. Der Kurs vermittelt grundlegende Einblicke in die soziale Schuldnerberatung und zeigt auf, wie Verschuldungssituationen besser eingeordnet und Betroffene angemessen unterstützt werden können. Sie erhalten einen Überblick darüber, wie soziale Schuldnerberatung arbeitet, welche ersten Orientierungshilfen wichtig sind und wo die Grenzen unterstützender Begleitung liegen. Themen des Kurses sind unter anderem Pfändungsschutz, P-Konto und Pfändungstabelle, Vermögensauskunft und Sachpfändung, die Sicherung der Existenzgrundlage im Verhältnis zu Ratenzahlungen an Gläubiger, gefährliche Schulden und sinnvolle Prioritätensetzung sowie der Umgang mit besonderen Gläubigern, etwa Krankenkassen oder Jugendämtern. Auch Inkasso als Geschäftsmodell, verschiedene Wege zur Entschuldung und das Insolvenzverfahren als möglicher Lösungsweg werden vorgestellt. Der Kurs richtet sich an ehrenamtliche und professionelle Helfer/-innen, Lehrende, Erziehende, Sozialarbeiter/-innen und Sozialpädagog/-innen, Studierende, gesetzlich Betreuende, Mitarbeiter/-innen in Behörden mit Kundenkontakt sowie weitere Interessierte. Die Veranstaltung bietet eine fundierte Einführung, ersetzt jedoch keine individuelle Schuldnerberatung. Auf persönliche Verschuldungssituationen von Teilnehmenden kann auch aus Datenschutzgründen im Rahmen des Kurses nicht eingegangen werden. Die Veranstaltung findet ab 5 Personen statt.
Für diese Veranstaltung ist keine Ermäßigung möglich.